Wie mit Codex bei loveholidays alle Software entwickeln
Das Online-Reiseunternehmen macht Softwareentwicklung mit Codex für Teams im gesamten Unternehmen zugänglich. So kann sich das Entwicklungsteam auf schwierigere Probleme konzentrieren.
11×
KI-gestützte Codeänderungen stiegen in einem Jahr von 7 % auf 79 %
73 %
häufigere KI-gestützte Bereitstellungen ohne Vergrößerung des Entwicklungsteams
93 %
Erfolgsquote bei Änderungen an der Datenplattform, zuvor 58 %
4×
Mehr Änderungen an der Datenplattform pro Supportanfrage
loveholidays(wird in einem neuen Fenster geöffnet) ist ein führender Online-Reisevermittler in acht europäischen Märkten. Das Unternehmen verarbeitet mithilfe seiner Technologie täglich 60 Billionen Pauschalreisekombinationen und hilft so Millionen Menschen, ihren idealen Urlaub zu finden. Hinter dieser Größenordnung steht eine Technologieplattform, die das Unternehmen über Jahre aufgebaut hat, um die Urlaubsplanung und -buchung schneller und flexibler zu gestalten.
Codex verändert nun, wer an dieser Plattform mitentwickeln kann.
Produktmanagement, Design und kaufmännische Teams tragen zunehmend direkt zu den Codebasen von loveholidays bei. Teams können Kundenerlebnisse als Prototypen umsetzen, Daten und Infrastruktur ändern und Ideen in funktionierende Software verwandeln, ohne dass jede Anfrage zuerst in die Warteschlange der Entwicklung muss.
„Alle können Software entwickeln“, sagt Dmitri Lerko, Head of Engineering bei loveholidays. „Änderungen an unseren Anwendungen und unserer Infrastruktur sowie die Bereitstellung von Code sind nicht mehr allein Aufgabe der Entwicklung. Produktmanagement, Design und kaufmännisch Verantwortliche schaffen Mehrwert und führen Bereitstellungen durch.“
Für Mike Jones, CTO bei loveholidays, ist das Teil eines größeren Ziels: Das Unternehmen will seine Technologie mit dem Fachwissen seiner Mitarbeitenden verbinden, die sogenannte allgemeine Intelligenz für Reisen schaffen und beides mithilfe von KI leichter zugänglich machen.
„Unsere Plattformvision bei loveholidays ist es, die allgemeine Intelligenz für Reisen zu entwickeln. Dafür führen wir unsere leistungsstarke Technologie mit dem Fachwissen unserer Mitarbeitenden zusammen und machen beides mithilfe von KI und Codex für alle zugänglich.“
Eines der deutlichsten Beispiele ist Search Playground.
Wer früher in einem anderen Unternehmensbereich eine Idee für ein neues Kundenerlebnis hatte, musste zunächst ein Entwicklungsteam davon überzeugen, einem Prototyp Priorität einzuräumen. Jedes Experiment verursachte daher Opportunitätskosten: Entwicklungszeit zum Testen einer Idee fehlte an anderer Stelle.
loveholidays wollte diese Abhängigkeit auflösen.
Das Entwicklungsteam erstellte Search Playground mit dem Designsystem und den Frontend-Technologien des Unternehmens sowie Codex. Damit können Menschen im gesamten Unternehmen Ideen in funktionierende Kundenerlebnisse verwandeln, Feedback einholen und prüfen, ob diese einen Mehrwert bieten.
Über den Playground wurden bereits mehr als zehn neue Sucherlebnisse entwickelt. Die meisten entstanden außerhalb des Entwicklungsteams, und mindestens drei sind inzwischen auf der Website von loveholidays verfügbar.
Eines davon ist Inspire Me(wird in einem neuen Fenster geöffnet). Die Funktion hilft Reisenden, verschiedene Reisearten zu entdecken, vom Strandurlaub bis zur Genussreise.
Eine weitere Idee kam aus dem Marketing. Für die jüngste Aktion Crisps from Abroad wollte das Team eine interaktive Microsite erstellen, um Beiträge für einen Wettbewerb zu sammeln und Inspiration für den Urlaub zu bieten. Früher hätte es eine externe Agentur mit der Gestaltung und Entwicklung eines eigenständigen digitalen Erlebnisses beauftragt, was zusätzliche Kosten und Zeit verursacht hätte. Mit Codex und Search Playground erstellte das Team das Erlebnis innerhalb weniger Stunden selbst und hielt dabei das bestehende Designsystem von loveholidays ein.
„Wir wollten neue Ideen testen können, ohne dafür Entwicklungszeit zu benötigen“, sagt Lerko. Das Ergebnis sind nicht nur schnellere Prototypen. Mehr Ideen erhalten dadurch die Chance, zu Produkten zu werden.
Dasselbe Prinzip gilt hinter den Kulissen.
Die Datenplattform und Infrastruktur von loveholidays waren ursprünglich für technisch versierte Personen konzipiert. Änderungen erforderten Kenntnisse über Spezialwerkzeuge, Repositorys, Versionsverwaltung und interne Prozesse. Wenn jemand nicht weiterkam, musste eine Fachkraft aus der Entwicklung eingreifen.
Mit Codex kann loveholidays dieses Fachwissen auf weitere Bereiche ausweiten.
Entwicklungsteams integrieren ihre Best Practices, Anleitungen und Prüfungen in Arbeitsabläufe, durch die Codex andere Personen führen kann. Beschäftigte müssen nicht mehr jedes zugrunde liegende System verstehen, sondern können sich auf ihr Ziel konzentrieren. Codex hilft dabei, eine Änderung vorzuschlagen, Prüfungen auszuführen und sie durch den Freigabeprozess zu führen.
„Wir bilden alle Best Practices im Code ab. Wir bilden Prüfungen im Code ab und verbessern sie fortlaufend, wenn sich die Realität verändert“, sagt Lerko. „Das Fachwissen unserer Daten- und Infrastrukturentwicklung ist über Codex verfügbar. Wer den eigenen Infrastruktur- oder Datenbedarf selbstständig deckt, kann rund um die Uhr darauf zugreifen.“
Die Ergebnisse sind messbar.
Der Anteil erfolgreicher KI-gestützter Änderungen an der Datenplattform von loveholidays ist im vergangenen Jahr von 58 % auf 93 % gestiegen. Zugleich verzeichnet das Team pro Supportanfrage viermal so viele Änderungen an der Datenplattform.
Bei den umfassenderen Self-Service-Arbeitsabläufen für die Infrastruktur stieg die Erfolgsquote von 63 % auf 90 %.
Das verändert die Arbeit auf beiden Seiten. Teams können vorankommen, ohne auf fachliche Unterstützung zu warten. Die Entwicklung verbringt weniger Zeit mit der Fehlerbehebung bei Routineanfragen und mehr Zeit mit der Verbesserung der Plattform.
„Je mehr Arbeit du an KI übergeben kannst, desto anspruchsvoller wird deine Aufgabe. Deine Aufgabe besteht nicht mehr darin, eine vorgegebene Lösung umzusetzen. Du musst dich mit dem geschäftlichen Problem befassen.“
Dieser Wandel zeigt sich in der gesamten Entwicklungsorganisation von loveholidays.
Vor einem Jahr waren rund 7 % der Codeänderungen KI-gestützt. Heute sind es 79 %.
Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Bereitstellungen um 73 %, während die Größe des Entwicklungsteams weitgehend unverändert blieb.
Für loveholidays geht es bei dieser zusätzlichen Kapazität nicht darum, einfach mehr Code zu produzieren. Das Unternehmen misst den Erfolg von KI bewusst an Geschäftsergebnissen und nicht allein an ihrer Nutzung.
„Technologie ist nur Mittel zum Zweck“, sagt Jones. „Es geht nicht um die Technologie selbst, sondern um ihre Wirkung. Wir geben Menschen nicht einfach Zugang zu Werkzeugen, sondern helfen ihnen gezielt, geschäftliche Probleme zu lösen, und messen die Wirkung.“
Ein Teil dieser Wirkung zeigt sich bereits im Geschäftsergebnis.
Dank zusätzlicher Kapazitäten für Optimierungen, deren Opportunitätskosten zuvor zu hoch waren, hat das Data Engineering-Team von loveholidays die Kosten für Cloudspeicher um rund 36.000 £ pro Jahr gesenkt. Durch weniger Verschwendung bei der Datenverarbeitung spart es jährlich weitere rund 100.000 £.
Die größere Wirkung könnte jedoch darin liegen, was Teams inzwischen für möglich halten.
„Wir stellen fest, dass inzwischen alltäglich ist, was früher zu schwierig war“, sagt Lerko. „Daraus folgt, dass auch das, was heute noch zu schwierig ist, alltäglicher werden wird.“
Für loveholidays wird Codex zunehmend zu einer gemeinsamen Schnittstelle zwischen den Mitarbeitenden und der Technologie, auf der das Unternehmen basiert.
„Codex entwickelt sich zu einer zentralen Steuerungsebene, einer gemeinsamen Schnittstelle für Entwicklung, Data Science und die übrigen Geschäftsbereiche“, sagt Lerko. „Darin liegt großes Potenzial, denn man muss nicht mehr allen unterschiedliche Werkzeuge erklären.“
Das weist auf ein anderes Modell der Softwareentwicklung hin: Fachwissen wird im gesamten Unternehmen verfügbar, mehr Menschen können Ideen in funktionierende Produkte verwandeln und das Entwicklungsteam kann sich auf anspruchsvollere Probleme konzentrieren.
Für loveholidays bedeutet „allgemeine Intelligenz für Reisen“ letztlich, die selbst entwickelte Technologie mit dem Fachwissen der Mitarbeitenden zu verbinden und beides weiteren Unternehmensbereichen zugänglich zu machen.
Mit Codex beginnt die Grenze zwischen Menschen mit Ideen und Menschen, die diese umsetzen können, zu verschwinden.


