Zum Hauptinhalt springen
OpenAI

28. Oktober 2026

Legora entwickelt das agentische Betriebssystem für Rechtsteams

Mit OpenAI-Modellen und Programmieragenten hilft Legora Rechtsteams, schneller zu arbeiten, umfassender zu analysieren und sich auf wertschöpfendere Aufgaben zu konzentrieren.

Unternehmensgröße: Mittelstand
Region: Global
Branche: Technologie
Produkte: API, Codex, ChatGPT

95 %+

weniger Zeitaufwand für die NDA-Prüfung im Rechtsteam von Legora

90 %

schnellere Vertragsbearbeitung bei einem Fortune-100-Unternehmen

9,5 Stunden

pro Anwält:in und Woche gewonnen

Laden …

Entwickeln für einen Beruf, in dem Zeit und Vertrauen knapp sind

Das 2023 in Stockholm gegründete Unternehmen Legora⁠(wird in einem neuen Fenster geöffnet) entwickelt das, was CEO und Mitgründer Max Junestrand „das agentische Betriebssystem für juristische Arbeit“ nennt. Es integriert KI in die Arbeitsabläufe, auf die Anwält:innen täglich angewiesen sind.

Am Anfang stand die Erkenntnis, dass Rechtsteams unter besonders großem Zeitdruck stehen. Dadurch bleiben manche wertvollen Aufgaben unerledigt. Stell dir Nachwuchsanwält:innen vor, die über Nacht eine unmögliche Menge an Verträgen prüfen sollen und sich nur auf einen Bruchteil konzentrieren können.

Legora kann diese Leistungen „auf Abruf“ bereitstellen. Deshalb ist Junestrands Ziel, dass weltweit jede juristische Aufgabe über seine Plattform bearbeitet wird. OpenAI begleitet diese Entwicklung von Anfang an: Mit der Veröffentlichung von GPT‑3.5 wurden viele juristische Anwendungsfälle möglich, mit denen das Gründungsteam zuvor experimentiert hatte. Heute ist OpenAI ein zentraler Modellanbieter für Legora. Seine Modelle unterstützen wesentliche Arbeitsabläufe auf Legoras juristischer KI-Plattform, von der juristischen Arbeit mit Agenten bis zur Prüfung großer Dokumentenmengen. Legora nutzt neue Fähigkeiten der OpenAI-Modelle, sobald sie verfügbar sind. So werden Fortschritte bei der Intelligenz zu neuen Möglichkeiten für Anwält:innen, die mit dem Produkt arbeiten.

“Die Welt braucht mehr juristische Dienstleistungen und Fachwissen. Mit Legora steht uns beides auf Abruf zur Verfügung.”
Max Junestrand, CEO und Mitgründer, Legora

Ein KI-natives Unternehmen, das ein KI-natives Produkt entwickelt

Legora nutzt KI nicht nur in dem Produkt, das es verkauft. Das Unternehmen hat auch den Einsatz von ChatGPT Work, Codex und dots in seinen eigenen Teams ausgeweitet. Die Technologie von OpenAI wird Teil des Produkts, das Legora für seine Kund:innen entwickelt. Zugleich prägt sie die Arbeitsweise des Unternehmens selbst. „Mir ist unglaublich wichtig, dass wir weiterhin so KI-nativ wie möglich bleiben“, bekräftigt Junestrand.

Für Jacob Lauritzen, CTO bei Legora, haben Programmieragenten verändert, wie schnell das Entwicklungsteam neue Ideen ausarbeiten kann. Statt eine mögliche Lösung zu untersuchen und Entwicklungszeit zu investieren, bevor feststeht, ob der Ansatz passt, können Teams viele Ansätze gleichzeitig als Prototypen umsetzen. „Wir können 20 Lösungen gleichzeitig untersuchen und innerhalb weniger Tage diejenige auswählen, von der wir wissen, dass sie die beste sein wird.“

Derselbe Ansatz verändert auch, wie Legora reagiert, wenn etwas schiefgeht. Früher konnte die Diagnose eines Produktproblems bedeuten, dass mehrere Entwickler:innen stundenlang unterschiedlichen möglichen Ursachen nachgingen. Programmieragenten können heute Millionen von Protokollzeilen durchsuchen und vielen möglichen Erklärungen gleichzeitig nachgehen. So gelangt Legora manchmal in rund fünf Minuten von der Fehlermeldung zur funktionierenden Korrektur.

Die höhere Effizienz der Entwicklung selbst ist für die Kund:innen natürlich nicht sichtbar. Die Ergebnisse sind es aber schon: Probleme lassen sich schneller lösen, Feedback erreicht die Produktteams früher, und neue Ideen können bereits in einer früheren Entwicklungsphase mit den Kund:innen getestet werden.

“Wir können unseren Kund:innen viel schneller Rückmeldung geben. So entwickeln wir schneller ein besseres Produkt.”
Jacob Lauritzen, CTO, Legora

Mehr Freiraum für wertschöpfendere Arbeit im Rechtsteam von Legora

Legoras eigenes Rechtsteam erlebt denselben Wandel, den das Produkt für die Kund:innen ermöglichen soll. General Counsel Emma Kadri Bergström nennt NDAs als Beispiel. Ihr Team analysierte die bisher unterzeichneten Vereinbarungen und erstellte einen Leitfaden. Damit kann Legora eingehende NDAs vorprüfen und Klauseln hervorheben, die außerhalb der akzeptablen Vorgaben liegen.

Vor der Einführung dieses Arbeitsablaufs beanspruchte die Prüfung dieser „langweiligen Dokumente“ nach Kadri Bergströms Schätzung rund 20 % der Kapazität des Rechtsteams. Heute sind es unter 1 %.

Diese zurückgewonnene Zeit ist wichtig, weil das Unternehmen selbst rasant wächst. Laut Kadri Bergström ist das Unternehmen im vergangenen Jahr von drei auf 18 Standorte gewachsen, hat drei Finanzierungsrunden abgeschlossen und fünf Übernahmen getätigt. Das Rechtsteam musste dieses Wachstum begleiten und zugleich eng mit den anderen Unternehmensbereichen verbunden bleiben.

Dank KI kann das Team auch Aufgaben übernehmen, die früher wegen begrenzter Kapazitäten möglicherweise ausgelagert oder im Umfang reduziert worden wären. Bei der M&A-Due-Diligence können Agenten beispielsweise mit der Vertragsprüfung beginnen und Informationen aus sämtlichen Transaktionsunterlagen zusammentragen. Anwält:innen prüfen und interpretieren anschließend die Ergebnisse.

„KI macht dich nicht nur schneller. Sie verbessert auch die Qualität.“

Emma Kadri Bergström, General Counsel, Legora

Von schnelleren Prüfungen zu umfassenderen, hochwertigeren Analysen

Für die Kund:innen von Legora geht es nicht nur darum, dieselbe Arbeit schneller zu erledigen. KI hat auch den Umfang der Aufgaben erweitert, die übernommen werden können.

Alex Fortescue-Webb, Global Head of Legal Engineering, nennt Due Diligence als Beispiel. Bei einer herkömmlichen Prüfung können Zeit- und Kostendruck Teams dazu zwingen, nur die wertvollsten Verträge eingehend zu prüfen. Legoras Workflow Tabular Review kann Tausende Verträge in wenigen Minuten anhand mehrerer Fragestellungen analysieren. So können Anwält:innen deutlich mehr Verträge einer eingehenden Prüfung unterziehen.

Das kann die Qualität des Endergebnisses verändern. Risiken in Verträgen, die früher möglicherweise nicht zur manuell geprüften Auswahl gehörten, können nun aufgedeckt und juristisch bewertet werden.

Die Ergebnisse sind bereits messbar. Junestrand nennt ein Fortune-100-Unternehmen, das Legora nutzt und folgende Ergebnisse erzielt hat:

  • Die Bearbeitungszeit für Verträge wurde um 90 % verkürzt.

  • Bei externer Prozessführung und Due Diligence wurden mehr als 20 Millionen USD eingespart.

  • Für wertschöpfendere Aufgaben wurden 9,5 Stunden pro Anwält:in und Woche gewonnen.

“KI hat grundlegend verändert, wie schnell du bestehende Aufgaben erledigen und wie umfassend du Analysen durchführen kannst.”
Alex Fortescue-Webb, Global Head of Legal Engineering, Legora

Mit dem Legora-Plugin für ChatGPT⁠ können Rechtsteams die Funktionen von Legora auch in ihren ChatGPT‑Gesprächen nutzen.

Ergebnisse auf einen Blick

  • Über 95 % weniger Zeitaufwand für die Prüfung von Geheimhaltungsvereinbarungen (NDAs) im Rechtsteam von Legora: von rund 20 % der Teamkapazität auf unter 1 %.

  • 90 % schnellere Vertragsbearbeitung bei einem Fortune-100-Unternehmen, das Legora nutzt.

  • Über 20 Mio. USD eingespart bei externer Prozessführung und Due Diligence im selben Unternehmen.

  • 9,5 Stunden pro Anwält:in und Woche gewonnen für wertschöpfendere Aufgaben.

Erkenntnisse für Führungskräfte

  • Geh bei der Nutzung mit gutem Beispiel voran. Wenn mehr als 75 % der Führungskräfte Legora aktiv nutzen, ist die Nutzung in der gesamten Organisation im Median dreimal so hoch.

  • Geh vom Problem aus. Konzentriere dich darauf, was Menschen erreichen müssen. Prüfe dann, wo KI den Arbeitsablauf verbessern kann.

  • Bau ein Netzwerk engagierter Unterstützender auf. Engagierte Menschen im Unternehmen helfen dabei, aus ersten Experimenten eine dauerhafte Nutzung zu machen.

  • Sei bereit, neu anzufangen. Mit besseren Modellen können bisherige Annahmen über das Produkt schnell überholt sein.

  • Schaffe Vertrauen durch die Gestaltung. Integriere Evaluation, Tests und Transparenz von Anfang an in das Nutzungserlebnis.

Wie es weitergeht

Für Legora geht es als Nächstes nicht nur darum, heutige juristische Arbeitsabläufe zu beschleunigen. KI soll auch mehr Arten von Aufgaben übernehmen können. Zugleich soll die Zusammenarbeit zwischen Anwält:innen und KI immer natürlicher werden.

Jacob Lauritzen sieht zwei parallele Entwicklungen. Zum einen werden Agenten länger dauernde Aufgaben bewältigen können, die deutlich mehr Kontext und Autonomie erfordern. Er stellt sich eine Due-Diligence-Prüfung von Millionen Seiten vor, die über Nacht läuft. Die Analyse liegt dann am nächsten Morgen zur juristischen Prüfung bereit.

Gleichzeitig werden die immer leistungsfähigeren Modelle auch schneller. Das ermöglicht eine andere Form der Nutzung: Anwält:innen können mit KI in Echtzeit im direkten Austausch an einem Vertrag, einer Analyse oder einer Beratung arbeiten. KI ist dann nicht mehr nur ein Werkzeug, das eine Aufgabe erhält und eine Antwort liefert.

„Wenn Mensch und KI zusammenarbeiten, entstehen die besten Ergebnisse.“

Jacob Lauritzen, CTO, Legora

Weil sich die Möglichkeiten ständig erweitern, kann Legoras Roadmap nicht starr bleiben. „Die Verbesserungen der Modelle zwingen mich, die Roadmap alle zwei Wochen zu überdenken“, sagt Lauritzen. Die Teams aus Entwicklung, Produktmanagement, Design und Vertrieb fragen ihn regelmäßig, was für die Kund:innen jetzt neu möglich ist.

Für Bergström geht es darum, die Wahrnehmung von Rechtsteams zu verändern. „Jede Rechtsabteilung hat Sorge, zum Engpass zu werden. Denn dann wenden sich die anderen im Unternehmen nicht mehr an dich“, sagt sie. KI macht Rechtsteams vom Engpass zu einer partnerschaftlichen Unterstützung für das Unternehmen. Aus Menschen, denen man aus dem Weg geht, werden Menschen, die man an seiner Seite haben möchte.

Wenn Legora erfolgreich ist, werden Anwält:innen nicht einfach nur ihr heutiges Arbeitspensum effizienter bewältigen. Rechtsteams werden Aufgaben übernehmen können, für die ihnen bislang die Kapazität fehlte. Sie werden mehr Zeit für fachliche Abwägungen, Strategie und wichtige Entscheidungen haben, die weiterhin einen Menschen erfordern.

Junestrand bringt es so auf den Punkt: „Es gab noch nie eine bessere Zeit, um Anwält:in zu sein.“

Werde Teil der neuen Arbeitswelt

Mehr als 1 Million Unternehmen weltweit erzielen mit OpenAI bedeutende Ergebnisse.